Mit einer Gedenkveranstaltung wurde in Rommerskirchen an die Opfer der Bombardierung des Ortes am 1. März 1945 erinnert. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger, Vertreterinnen und Vertreter aus Rat und Verwaltung, die Schützen sowie Mitglieder der Kirchengemeinde nahmen an der Veranstaltung teil, um gemeinsam der Opfer zu gedenken.
In seiner Ansprache erinnerte Peter Josef Plück an die dramatischen Ereignisse des damaligen Tages: Um 11:20 Uhr fielen insgesamt 232 Bomben auf Rommerskirchen. Dabei wurden die Kirche St. Peter sowie etwa 50 Häuser im Umfeld zerstört. Rund 140 Menschen verloren bei dem Angriff ihr Leben. Hinter jeder dieser Zahlen standen Menschen mit Namen, Familien und persönlichen Lebensgeschichten.
Zu Beginn der Rede wurde ein Gedicht der Psychologin und deutschen Jüdin Ruth Cohn zitiert, das eindringlich das Leid von Zivilisten im Krieg beschreibt. Das Gedicht machte deutlich, dass Krieg immer vor allem die Schwächsten trifft – Mütter, Kinder und Familien, die den Folgen von Zerstörung und Gewalt ausgeliefert sind.
Neben dem Gedenken an die Opfer wurde auch die historische Verantwortung Deutschlands angesprochen. Der Bombenangriff auf Rommerskirchen war Teil des Zweiten Weltkriegs, der von Deutschland ausgegangen war und Europa mit Gewalt und Zerstörung überzogen hatte. Erinnerung bedeute daher nicht nur Trauer, sondern auch die Verpflichtung, Verantwortung für die Geschichte zu übernehmen.
Zugleich wurde der Blick in die Gegenwart gerichtet. Am Beispiel des Krieges in der Ukraine wurde deutlich gemacht, dass Krieg auch heute wieder Städte zerstört, Familien auseinanderreißt und großes Leid über die Zivilbevölkerung bringt. Die Bilder aus den Kriegsgebieten erinnern daran, dass Frieden und Sicherheit keine Selbstverständlichkeiten sind.
Die Gedenkveranstaltung sollte daher nicht nur an die Vergangenheit erinnern, sondern auch eine Mahnung für Gegenwart und Zukunft sein: Frieden, Freiheit und Demokratie müssen geschützt und bewahrt werden.
Im Anschluss an ein kurzes Gebet versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Gedenkstein für die Opfer der Bombardierung Rommerskirchens, wo gemeinsam ein Kranz niedergelegt wurde.
